Von Nippeln zu weltweit führender Technologie

In der Nähe des rauschenden Flusses Vindelälven ist derzeit das stärkste Wirtschaftswachstum in der schwedischen Provinz Västerbotten zu finden. Wie hätte Allan Jonsson – Fuhrunternehmer aus dem Ort Vindelånäset – ahnen können, dass sein Unternehmergeist zur Entstehung mehrerer weltweit führender Unternehmen führen würde? Dies ist die Geschichte von Indexator.

In der nordschwedischen Provinz Västerbotten im kleinen Örtchen Vindelånäset direkt vor den Toren von Vindeln wuchs ein ehrgeiziger und beharrlicher Unternehmer heran. Er erfuhr die anstrengende Arbeit in der Forstbranche als Baggerverkäufer, Kranhersteller, Unternehmensführer und Erfinder. Der Werdegang des Gründers Allan Jonsson ist überaus erstaunlich.

In den 1950er Jahren rief er gemeinsam mit Karl-Ragnar Åström das Unternehmen Cranab ins Leben. Karl-Ragnar Åström war ein Unternehmer aus dem schwedischen Brännland, der zuvor Frontlader bei Ålö hergestellt hatte.

Cranab setzte die Entwicklungsarbeit fort und verkaufte hydraulische Forstkräne – ein Produkt, das die Welt zuvor noch nicht gesehen hatte. Dieses Produkt wurde ein durchschlagender Erfolg. Doch die Konkurrenz schlief nicht und beobachtete genau die Geschehnisse im kleinen Ort Vindeln.

Zu dieser Zeit stellte die Firma Hydraulik Indexator AB Hydrauliknippel in Norrtälje her und fungierte als Cranab-Zulieferer. Die wirtschaftliche Lage dieses Unternehmens war nicht berauschend. Ende der 1960er Jahre beschloss der Eigentümer, die Geschäftstätigkeit nach Vindeln zu verlagern. Kurze Zeit später ergab es sich, dass Hydraulik Indexator AB von Cranab übernommen wurde.

Als Allan Jonssons Entscheidung gefallen war, Cranab an Jonsered zu verkaufen, hatte er bereits eine neue Perspektive parat. Bei diesem Plan spielte die kleine Tochtergesellschaft Indexator eine tragende Rolle. Allan Jonsson besaß mit ihr nun ein Konzept für einen hydraulischen Rotator mit unbegrenzter 360°-Drehung.

„Die Begeisterung war groß. Doch der Start war wackelig und wir mussten uns erst langsam vorantasten. Schließlich setzte mein Vater eine Deadline für das Projekt. Wir sollten bis Weihnachten 1978 ein fertiges Produkt auf die Beine stellen oder das ganze Vorhaben begraben“, berichtet Anders Jonsson, Sohn von Allan Jonsson.

Schritt für Schritt setzte das Unternehmen seine Pläne für die Rotatoren um. Dem Markt blieb dies nicht verborgen und schon bald wurden in der Produktion schwarze Zahlen geschrieben.

1983 übernahmen drei Jonsson-Kinder das Unternehmen: Hans, Anders und Liselottie. Ihnen stand der Leiter der Wirtschaftsabteilung Åke Karlsson zur Seite. Die Herstellung von Hydrauliknippeln wurde verkauft und das Unternehmen konzentrierte sich auf die Produktion von Rotatoren. Der Rotator war bald in aller Munde und Indexator avancierte zum weltgrößten Hersteller von Rotatoren. Diese Stellung hat das Unternehmen zweifelsohne noch heute inne.

Zu Beginn der 1990er Jahre bekundete Indexator Interesse an einem Produkt, das Anbaugeräte an Baggern sowohl kippen als auch drehen konnte. Das Unternehmen Noreco in Umeå hatte mit großem Erfolg Schwenkrotatoren entwickelt und verkauft, ging allerdings 1991 in Konkurs. Indexator nutzte die Gelegenheit und erwarb die Konkursmasse sowie die Marke Rototilt®.

„Anfangs erfolgte die Rototilt®-Montage in einer kleinen Ecke der Rotatorfabrik. Dieser Zustand erwies sich rasch als unhaltbar und wir diskutierten ausführlich, wo die Herstellung stattfinden sollte. Schließlich wurde beschlossen, dass Vindeln als Hauptsitz des Unternehmens auch in Zukunft bestehen bleiben muss“, so Anders Jonsson.

Indexator investierte daraufhin rund 11 Mio. EUR in eine neue Produktionsanlage mit einer Fläche von 6000 m², die nur für die Rototilt®-Herstellung vorgesehen war. Das Werk wurde 2007 eingeweiht.

Um auch weiterhin an der Weltspitze zu stehen und die Produktentwicklung vorantreiben zu können, wurde eine dreietagige Test- und Prüfanlage errichtet, die 2005 eingeweiht wurde. In der Anlage werden umfassende Tests unter Extrembedingungen durchgeführt. Das Labor verfügt darüber hinaus über ein Topometer, das Materialabweichungen auf Nanometerniveau messen kann. Diese einzigartige Ausrüstung ist eine wahre Seltenheit in der privaten Fertigungsindustrie.

Um sein Profil als wegweisendes und führendes Technologieunternehmen zu stärken, hat Indexator über viele Jahre auch in Ressourcen und Kompetenzen im Bereich Materialforschung investiert. So sind wir in der Lage, Materialien und Technologien zu entwickeln, die sowohl innerhalb von Indexator genutzt als auch für andere Unternehmen lizenziert werden können.

Die Produktbereiche Rotator und Rototilt® sind im Laufe der Jahre immer größer geworden. 2012 bildete Indexator einen Konzern, der die Unternehmen Indexator Rotator Systems AB und Indexator Rototilt Systems AB umfasst.

Als Eigentümer fungiert nach wie vor die Familie Jonsson. Es gilt nach wie vor die klare Maßgabe, dass der Hauptsitz des Unternehmens im schwedischen Vindeln liegen soll.

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Die Indexator Rotator Systems AB hat eine Unternehmensphilosophie, die ein übergreifendes Bild darüber abgibt, wie unsere Tätigkeit betrieben werden soll.

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